Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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hingefallen, wenn nicht in dem Augenblicke das e der

Geräuſch männlicher Schritte aus der Tief Kirche an ihr Ohr geſchlagen hätte.

Die Nähe eines Menſchen, eines Mannes nahm dem öden Raume ſogleich ſeine ſinnverwirrende ſpukhafte Eigenthümlichkeit. Die grauſen Geiſter welche in der Luft zu ſchweben ſchienen verſchwan⸗ den, und die trübe Nacht welche über die Sinne der Dame hereinzubrechen drohte, wich dem hellen Tageslicht das durch die hohen Fenſter hereinfiel.

Wie zu einem rettenden Engel wandte die Kniende, noch unfähig ſich zu erheben, ihr Geſicht gegen den Heranſchreitenden. Dieſer Mann ſchien ſiech und gebrochen. Die dunkle Kutte des Li guorianermönchs hing ſchlaff um ſeinen hagern Leib, ſein Kopf war auf die Bruſt geſenkt und verhüllt von der tief ins Geſicht herabgezogenen Kapuze, ſein Schritt war ſchwankend und zögernd. Aber er war jedenfalls ein wirklich lebender Menſch, und ſeine Anweſenheit mächtig genug alle Grauen der Geiſterwelt zu verſcheuchen.

Als der Mönch am Altare anlangte, wandte er ſich zu der knienden Dame. Seine gebeugte Geſtalt richtete ſich auf, und aus der zurückge⸗