Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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unterirdiſchen Welt fehlen laſſen, und der finſtre Beichtſtuhl, die weite Oede der Kirche und die eigene Aufregung waren nur zu ſehr geeignet die Macht eines anerzogenen und nie beſtrittenen Glau⸗ bens zu ſteigern.

O Himmel! dachte die geängſtete Frau was mag mir dort am Altare bevorſtehen? Wird ſich die Thüre des Tabernakels aufreißen und von der Monſtranz ein Blitz zerſchmetternd auf mich niederſtürzen? Oder wird die Madonna aus dem Altarblatt treten und drohend die Hand gegen mich erheben? O die Kirche iſt ſchrecklich in ihrem Zorn, nund der Segen ihrer Liebe iſt für mich zum Fluch geworden! Doch was kann mich treffen, das ſchlimmer wäre als die Fort⸗ dauer meiner entſetzlichen Lage! Was hat der zu fürchten dem die Erinnerung ein Feuerbrand und die Gegenwart eine Hölle iſt!

Mit dem Muthe der Verzweiflung, der ihrer Sprache im Beichtſtuhl ſo viel Trotz gegeben, ſchritt die Dame in fieberhafter Erregung durch die Kirche zum Altar. Doch hier verließ ſie die mühſam aufgebotene Kraft. Sie ſank in die Knie und wäre ohnmächtig auf die Stufen des Altars