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zung oder dem ernſten Nachdenken, in das er ver⸗ ſunken ſchien, geweckt haben. Denn jetzt ließ ſich hinter der Luke eine tiefe Stimme vernehmen. Dieſe Stimme war nicht feierlich oder väterlich wie bei einer gewöhnlichen Beichtſtuhlrede, ſondern die Worte wurden hart und zürnend aus einer mächtig bewegten Bruſt herausgeſtoßen.
„Unſeliges Weib!“— rief der Mönch lauter als es ſich für den Beichtſtuhl geziemte—„Du biſt für immer dem Schmerz verfallen. Nie löſt die Kirche was ſie einmal gebunden!— Tritt hin vor den Altar und erwarte was ſich Dir offen⸗ baren wird. Wohl Dir wenn Du der Macht der Erſcheinung unterliegſt; doppelt wehe wenn Du den Moment überdauerſt!“
Die Beichtende erſchrak mächtig bei dieſem furchtbaren Orakelſpruch. Die Kirche hatte nicht bloß ihre Forderung zurückgewieſen, ſondern be⸗ drohte die Frevlerin noch mit furchtbaren Strafen, die in dem geheimnißvollen Dunkel des Orakels wie geſpenſtiſche Schatten erſchienen. Die religiöſe Erziehung der unglücklichen Frau hatte es nicht an grauſen Wundern, abentheuerlichen Märchen und ſchauerlich ſüßen Ahnungen einer über- und


