Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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kind ſeine Kraft zu ſammeln ſchien, fuhr die Stimme mit einem tieferen Ausdruck des Schmerzes aber mit größerer Sicherheit fort:Vor einigen Wochen habe ich an dem Altar dieſer Kirche einem Manne Liebe und Treue geſchworen. Ach, ich wußte da⸗ mals nicht, faſt Kind noch, was ein Gatte unter dieſem Gelübde verſteht. Wenn ich es jemals mit Bewußtſein ausgeſprochen, es hätte einem Andern gelten müſſen, der vielleicht jetzt gleich mir ver⸗ zweifelt. Dieſen Schwur gebt mir zurück, den Ihr im Namen der Kirche in Empfang genommen! Mein Herz weiß nichts davon und mein heiligſtes Gefühl ſträubt ſich gegen deſſen Erfüllung. Die⸗ ſes unnatürliche Bündniß, das man betrügeriſch geknüpft, löſet es wieder, oder ich muß an Euch und Eurer heiligen Sendung verzweifeln!

Der Schluß dieſer ungewöhnlichen Beichte wurde jenſeits der Scheidewand von einem langen tiefen Athemzug begleitet, wie der eines Menſchen, der mit geſpannter Aufmerſamkeit athemlos gelauſcht hat. Dann folgte tiefe Stille, die nicht eher un⸗ terbrochen ward, als bis die Dame ſich ungeduldig von den Knien erhob. Das Rauſchen ihres ſeidenen

Gewandes mochte den Beichtiger aus der Beſtür-

zung

ſunke hinte Dieſe wie! die

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