Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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aus nicht von den andern, aber einiges Schnitz⸗ werk an den äußern Wänden macht ihn weniger düſter und der Knieſchemel iſt mit einem weichen Polſter bedeckt. Er iſt für die Geſtändniſſe vor⸗ nehmerer Damen beſtimmt, die noch zu jung ſind um den Beichtiger ins Haus kommen zu laſſen. In dieſem Beichtſtuhl unter der Orgel ſchlich eines Tages nach der Frühmeſſe eine ſanfte zit⸗ ternde Stimme zu dem Ohr des Beichtigers. Die Worte ſtiegen vereinzelt empor, als rängen ſie ſich mühſam aus einer beklommenen Wuſt. Chrwürdiger Vater! flüſterte die Stimme, nimm mein Zagen nicht für das ſchlimme Ge⸗ fühl drückender Schuld. Ich kam nicht hieher um eines frevelhaften Bewußtſeins durch Geſtändniß quitt zu werden. Die Qualen meiner Bruſt heilt keine Buße. Nur dieſer enge finſtre Beichtſtuhl macht mich ſo beklommen und dieſe dumpfe Luft, in der abſcheuliche Geſtändniſſe zu modern ſcheinen. O, ich habe das Tageslicht nicht zu ſcheuen und den Laut meiner Stimme nicht zu fürchten. Nicht bußfertig ſondern anklagend und fordernd trete ich vor den Diener der Kirche! Nach einer kleinen Pauſe, in welcher das Beicht⸗