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Bank für den als„Beichtvater“ fungirenden Geiſt⸗ lichen, deſſen Ohr, wenn er ſitzt, an die Luke reicht. Auf der andern Seite der Scheidewand befindet ſich ein Kniebrett für das„Beichtkind“, deſſen Ge⸗ ſicht beim Knien unterhalb der Luke bleibt, ſo daß es nicht geſehen wohl aber von dem Lauſcher an der Luke deutlich gehört werden kann. Das nennt man die Ohrenbeichte, wobei der Vertreter der Kirche dem ſündigen Beichtkind durch Mahnung und Buße zur Gunade zu verhelfen hat, gleichviel welchen Namen und Stand es in der Geſellſchaft beſitzt. Auf der andern Seite ſieht das Beicht⸗ kind keinen Mann mit weinrother Naſe, wohlge— mäſtetem Leib, ſchlauem oder nichtsſagendem Blick, verſchmitzten oder einfältigen Zügen; die Luke in der Scheidewand erſcheint ihm als ein Fenſterchen am Himmel, durch welches die reumüthigen Ge⸗ ſtändniſſe aus dem Dunkel des irdiſchen Raumes und der nächtig umſchatteten Seele zu Gottes Ohr emporſteigen und die verſöhnenden Worte des Mittlers herniedergleiten.
Der Beichtſtuhl unter der Orgel der Liguo⸗ rianerkirche hat für unſre Erzählung ein beſonderes
Intereſſe. In der Form unterſcheidet er ſich durch⸗
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