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Der Veteran. 291
men, und er verſicherte mir noch ganz zuletzt, er werde nicht mehr lange an dem Orte bleiben; denn, ſetzte er hinzu:«mein Majors⸗Patent iſt mir gewiß, und muß naͤchſtens einlaufen.”*
Vier Wochen ſpaͤter erhielt ich einen Brief auf grobes Papier geſchrieben, und ſchwarz verſiegelt. Auf dem Siegelklecks ſtand ein Anker im Mittelfelde; eine Flinte als Helmſchmuck, auf etwas, das einem Waffenſchilde aͤhnlich ſehen ſollte. Das Schreiben lautete wie folgt.
Hochgeehrteſter Herr!
Sie werden mit Beileid vernehmen, daß unſer armer Freund, der Capitaͤn Philipp Hartigan, dieſen Morgen zur Erde beſtattet worden iſt. Er ſtarb vor zwei Tagen, ganz ploͤtzlich. Der Arzt nannte ſein Uebel eine Aufloͤſung des Nervenſyſtems; ich halte es fuͤr die Aufloͤſung eines gebrochenen Herzens. Er war die bravſte, die beſte, die luſtigſte Seele unter al⸗ len Lebenden und Todten; doch das wiſſen ſie beſſer als ich es Ihnen ſagen koͤnnte. Mein ſterbender Freund hat mir aufgetragen, an Sie zu ſchreiben, ſo— bald alles voruͤber ſeyn wuͤrde. Ich habe ihn ſo ſtandesmäͤßig begraben laſſen, als es mir moͤglich ge— weſen; auch habe ich veranſtaltet, daß die kleine Buͤchſe mit den Knochenſplittern, welche er ſo ſorgfaͤltig auf— bewahrt, zu ſeinen uͤbrigen Gebeinen gelegt wurde.
Ergebenſter Tobias Underwood. 13*


