Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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mir nichts neues an; ſo daß ich anfing, jeden Win⸗ kel, jedes Loch zu durchſtoͤbern, ob ich auf einen noch unbekannten Gegenſtand ſtieße. Endlich fand ich eine kleine Mahagony⸗Buͤchſe ohne Schloß. Die Neugier trieb mich, den Inhalt zu unterſuchen, in der Hoff⸗ nung, etwa einen Wildſchwein⸗Fangzahn, oder ſonſt irgend eine Raritaͤt des Auslandes zu finden. Haͤtte ich aber ſaͤmmtliche Sammlungen aller Seltenheiten der drei Naturreiche, haͤtte ich ſaͤmmtliche zoologiſche und anatomiſche Muſeen auf einem Fleck vor mir geſehen, ſie wuͤrden mich nicht in ſo großes Erſtaunen geſetzt, mich nicht ſo ſehr intereſſirt, ſo innig angezo gen und geruͤhrt haben, als es der Inhalt der klei nen Mahagony⸗Buͤchſe meines Freundes, des armen Philipp Hartigan, und die einfachen Ueberſchriften der einzelnen Stuͤcke gethan. Ein groͤßerer papierner Um⸗ ſchlag, worin Alles lag, fuͤhrte die Worte:«Frag⸗ mente eines alten Soldaten.» Auf kleineren Papier⸗ huͤllen, in welche Jedes beſonders gewickelt war, las man: Nr. 1. Knochen aus meinem Bein, Monte⸗ Video; Nr. 2. Knochen aus meinem Kopfe, Tala⸗ veira; Nr. 3. Knochen aus meinem Arme, Badajoz. Ein letztes Papier enthielt eine plattgedruͤckte Muſ⸗ ketenkugel in Baumwolle, daruͤber ſtanden die Worte: Nr. 4. Ausgeſchnittene Kugel, Waterloo.

Dieſe heiligen Reliquien langer Kriegsdienſte nnd langer Leiden erregten in mir eine ſolche Wehmuth,

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