68 Süizzen aus Belgien.
Geſellſchaft herbei, ſtatt dieſer beaͤngſtigenden Ruhe, die ihm ohnerachtet ſeiner Unerſchrockenheit Schau⸗ der verurſachte.
Von geiſtiger und koͤrperlicher Unruhe faſt ganz erſchoͤpft, hatte er ſich ſchon vorgenommen, an das Thor des Portals zu klopfen, und ſollte er auf dieſe Art nicht Nachricht uͤber ſeinen Freund erlangen koͤn⸗
nen, die Huͤlfe der Militairwache ſich zu erbitten, die—
er auf dem Hauptmarkte der Stadt erblickt hatte.
Um nun das erſte dieſer Vorhaben in Ausfuͤhrung zu bringen, naͤherte er ſich der Kirchthuͤre wieder, und hob ſchon den kleinen Klopfer in die Hoͤhe, als er die Hand ploͤtzlich wieder zuruͤck zog. Ein inneres Gefuͤhl ſtraͤubte ſich in ihm gegen eine ſolche aufdring⸗ liche, perſoͤnliche Einmiſchung. Er fuͤrchtete, ſie moͤchte ſeinen Freund beleidigen, der vielleicht uͤbrigens in vollkommener Sicherheit, und nur durch die gluͤckli⸗ chen Folgen ſeines Abenteuers am Wiedererſcheinen behindert ſey. Auch konnte dies die Ruhe— ja viel⸗ leicht ſelbſt das Leben jenes weiblichen Weſens gefaͤhr⸗ den. Vielleicht war es unanſtaͤndig, voreilig, unnoͤ⸗ thig. So hielt er denn inne, und beſchloß endlich noch eine halbe Stunde zu warten, bevor er irgend einen andern entſcheidenden Schritt unternehme.
Er begann daher wieder ſeinen regelmaͤßigen Schritt; kaum aber war er zwei bis dreimal hin und her ge⸗ gangen, als er die Thuͤrangeln leiſe gehen hoͤrte. So⸗
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