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64 Sſtizzen aus Belgien.
der feſtgeſetzten Zeit uͤbrig, und der Freund ſtellte drin⸗ gend aber vergeblich die Nutzloſigkeit vor, ſchon jetzt das Gaſthaus zu verlaſſen, und dem Sturme, der eben heftiger als je raſete, zu trotzen, da man ja nur wenige Schritte bis zur Kirche zu gehen habe. Je⸗ ner aber, vom Weine und den gluͤhenden Gefuͤhlen, die jetzt mit erneuter Staͤrke wieder hervortraten, er⸗ waͤrmt, kuͤmmerte ſich weder um Sturm noch guten Rath, ſondern ſetzte ſeinen Hut auf, zog den Mantel enger um ſich und erklaͤrte, daß laͤngeres Zoͤgern ihm unertraͤglich ſeyn wuͤrde, und er gehen muͤſſe.
Da ſein Freund ihn ſo entſchloſſen fand, zog er ſich ſelbſt auch zum Ausgehen an, und daruͤber be⸗ gann nun auf der Stelle ein heftiger Streit, welcher fuͤr des Freundes Zweck, Zeit zu gewinnen, recht ge⸗ legen kam. Der Liebende beſtand naͤmlich darauf, daß ſein Freund zu Hauſe bleiben ſolle, lachte uͤber deſſen Gedanken an Gefahr, und ſetzte ſich auf's heftigſte dagegen, daß ein Anderer das Unangenehme eines Aben⸗ teuers theilen ſolle, deſſen Reizendes er nicht mit ge⸗ nießen koͤnne. Der Freund aber blieb feſt auf ſeinem Vorſatze, und der Streit endete damit, daß beide das Haus verließen, und in Wind, Regen und Finſterniß zu der dunkeln Maſſe von Gebaͤuden ſich begaben, die der Liebende fuͤr die Kirche des Heiligen erkannte. Dann ſtellten ſie ſich in einen der verſteckteſten Win⸗
kel, dildet


