Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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46 Shtzzen aus Velgten.

zur Erde niederbeugte, brachte in den Fremden blos ein ſtarres Staunen der Verwunderung und ſelbſt zu⸗ weilen ein Laͤcheln hervor, waͤhrend ein Gemiſch von Bedauern und Mißachtung um ihre Lippen zu ſpie⸗ len ſchien.

Doch zeigte ſich kein wirklicher Leichtſinn in ihrem Betragen, nichts, was nicht irgend ein liberal geſinn⸗ ter Andaͤchtiger in dem Benehmen zweier Ketzer haͤtte entſchuldigen koͤnnen, die an die Gebraͤuche der roͤmiſch⸗ katholiſchen Kirche nicht gewoͤhnt waren, und ſich alſo von Unerfahrenheit und Jugend fortreißen ließen.

Sie waren erſt ein Paar Tage vorher, von Lon⸗ don aus, zu Oſtende an's Land geſtiegen, und dieſes war ihr erſter Beſuch in einer roͤmiſch⸗ katholiſchen Kirche, ja in einem Lande dieſes Glaubens.

Ob aber gleich die Feier der Meſſe keinen der bei⸗ den Fremden beſonders zu intereſſiren oder zu erregen ſchien, wurden ſie doch beide, und der eine beſonders,

in nicht geringem Maße durch das Erſcheinen von

ſechs bis acht Nonnen ergriffen, die zu einem an die Kirche ſtoßenden Kloſter gehoͤrten, und weit getrennt von dem uͤbrigen Theile der Gemeinde, nahe beim Al⸗ tar, auf einer, nur zu ihrem Gebrauch beſtimmten, halb verſteckten Emporgallerie, ſaßen.

Die Nonnen ſelbſt aber ſchienen ſich nicht ganz der Beobachtung zu entziehen. Sie waren meiſt jung, doch beſaßen ſie, bis auf Eine, ihre intereſſante und

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