Bte kÜloſter⸗Lelle.
An einem kalten, truͤben Morgen im Monat Maͤrz 1827 wanderten zwei Reiſende in einem der Seiten⸗ gaͤnge der Kirche des heiligen*** in einer der Haupt⸗ ſtaͤdte der Niederlande auf und ab. Sie waren offen⸗ bar Fremde, nicht allein hinſichtlich jenes Gebaͤudes, das ſie mit Neugier anſtaunten, ſondern auch der Ge⸗ braͤuche und Anſichten jener Kongregation, denn ſie gingen ſorglos bei dem Weihkeſſel vorbei, ohne die Finger in das geweihte Waſſer zu tauchen, auch beug⸗ ten ſie die Kniee nicht, als ſie vor dem Hochaltare vorbeikamen und ſich dann unbekuͤmmert auf zwei Rohrſtuͤhle mit hohen Lehnen und einer Leiſte an dem oberen Ende, um die Gebetbuͤcher darauf zu legen, niederließen.
Die Fremden zogen kein ſolches Buch heraus, noch ſchienen ſie der gottesdienſtlichen Feier, welche Alles um ſie her mit tiefer Ehrfurcht erfuͤllte, beſondere Ach⸗ tung zu bezeigen. Die halblauten Toͤne und myſtiſchen Bewegungen des Prieſters, die gellenden Antworten der Knaben, die die Meſſe bedienten, das Klingeln der Glocke, die bei dem Bruſtſchlagen der Gemeinde ge⸗ laͤutet ward, und ſelbſt die Erhebung der Hoſtie, welche die Haͤupter der Menge in ehrfurchtsvoller Demuth


