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Städte und lirchen. 41
den Pfeilern, Gemaͤlden, Altaͤren und Betpulten zu viel Gleichtoͤniges um mich aufregen zu koͤnnen, und ich habe noch eine andere Urſache weshalb ich die ka⸗ tholiſchen Kirchen auf dem Feſtlande nicht gern be⸗ ſuche, die weniger aus Eigenthuͤmlichkeit als aus Ei⸗ genliebe entſpringt. Ich habe mir es naͤmlich zur Regel gemacht, vorher nie in Wegweiſern fuͤr Rei— ſende nachzuſchlagen, was ich beſehen muß, und was ich bewundern ſoll. Eine Art von Widerſtreben be⸗ maͤchtigt ſich meiner ſtets, gegen dieſe Vorſchriften eines ſogenannten Geſchmacks, wo, und wie oft ſie mir nur vorkommen. Mehreremale habe ich aber nach⸗ her ſolche Orakel aufgeſchlagen, um zu ſehen, ob meine uneingelernten Anſichten von Schoͤnheit und Verhaͤlt⸗ niß mit den anerkannten Dictis dieſer Gelehrten uͤber⸗ einſtimmten, und da iſt mir es denn ſehr oft begeg⸗ net, daß ich meine Bewunderung vielfach verſchwen⸗ det, und eine mir erfreuliche Unterſuchung an ganz werthloſe Dinge weggeworfen hatte, waͤhrend ich mit Gleichguͤltigkeit oder ſogar Mißfallen bei Meiſterſtuͤ⸗ cken voruͤbergegangen war, die ich bis zu dem Him⸗ mel haͤtte erheben ſollen. Nun hing ich aber freilich bei ſolchen Gelegenheiten an meiner alten Vorliebe feſt, und lachte uͤber die Herren die mir jene Ver⸗ achtung befahlen, kam jedoch dadurch in verſchiedene Streitigkeiten und Weiterungen. Da ich nun aber nicht den Stolz beſitze, ein Sonderling zu ſeyn, oder


