40 Sktizzen aus Belgien.
der Geſchichte oder Sage, oder ich ſtoße mit dem Kopfe an irgend eine Legende, oder einen Aberglau⸗ ben, die uͤber die einſtuͤrzenden Mauern eines alten Hauſes oder eines hinfaͤlligen Denkmals vorragen. Dies ſind gewoͤhnlich Schaͤtze fuͤr ſpaͤtere Verarbei⸗ tung, und wenn ich ſie nur fuͤr das mindeſte werth halte, ſo bin ich in jeder Hinſicht nicht ſtreng dabei. Allerdings habe ich nicht eben eine reiche Ernte die⸗ ſer Art in Belgien gemacht. Im Allgemeinen ruht, uͤber dieſem Lande eine dicke Luft von traͤger Geſchmack⸗ loſigkeit, gleich einer dichten Wolke. Jedes Anſtreben zur Froͤhlichkeit ſcheint in der Geburt zu ſterben, die unzuſammenſtimmende Lebhaftigkeit ihrer Carillons (Glockenſpiele),— wie ihre elenden Verſuche von Erleuchtungen und Feuerwerken. Dazu kommt die anmuthloſe Einfoͤrmigkeit der weiblichen Kleidung und die noch ungefaͤlligere Einfoͤrmigkeit der weiblichen Be⸗ ſchaͤftigung, denn jedes Fenſter in jedem Hauſe iſt mit einer ſchlaͤfrig fleißigen Schoͤnen beſetzt, die ihren Strumpf ſtrickt und in die Geheimniſſe der Straße durch Beihuͤlfe ihrer beiden Seitenſpiegel ſchaut. Kirchen, dieſe Lieblings⸗Plaͤtze zum Muͤſſiggehn fuͤr meine Landsleute, bieten mir in meiner Beſchaͤftigung die Zeit zu toͤdten nur wenig Stoff dar. Ich bin nicht eben ſehr geneigt, dieſes Verbrechen im Augen⸗ blicke ſeiner Begehung in den Graͤnzen einer Kathe⸗ drale abzubuͤßen. Es liegt dort in den Verzierungen,
den 9 viel C ich ho tholiſ ſuche, genlie Neget ſende ich be maͤcht eines mir! her uneit niß einſti


