38 Stzzen aus Velgien.
der Fall, ſo koͤnnen wir doch nicht mit Denen ſympa— thiſiren, die wir nicht kennen, ſo daß wir in unſerer einſamen Abgeſchloſſenheit nur immer an unſerem eige⸗ nen Unbehagen zehren.
Was kann man aber dann auch nur thun, um ſich zu helfen? Fruͤhſtuͤcken, Mittagbrot genießen, zu Abend eſſen? dann die ganze Nacht durch ſchlafen? Aber die Zwiſchenraͤume?«Das iſt die Frage!“ Wie
die Zeit,— den allgemeinen Feind,— toͤdten, und,
ihr einen leichten und ruhigen Tod verſchaffen, deſſen Folge uns leicht auf dem Gewiſſen ruhe? Was mich betrifft, ſo habe ich eine regelmaͤßige Reihe von Me— thoden, deren ich mich mit ſyſtematiſcher Genauigkeit bediene, wenn ich mich ſelbſt in der eben erwaͤhnten traurigen Lage befinde. Ich unterſuche zuerſt auf's genaueſte alle Kupferſtiche, moͤgen ſie ſo ſchlecht oder unbedeutend ſeyn, wie ſie wollen, welche die Waͤnde meines Wirthshauſes zieren, und durchblaͤttere dann ſorgfaͤltig die alten abgegriffenen Kalender oder ganz gewoͤhnlichen Broſchuͤren, die etwa durch einen beſon⸗ deren Gluͤcksfall auf einem beſtaubten Brete oder einem altmodigen Schranke in einer Ecke liegen. Darauf ſchlendere ich in die Straßen, verbitte mir aber die Bereitwilligkeiten der zaͤhnefletſchenden, zerlappten Ci⸗ ceronen, die gleich ihre Dienſte anbieten, ſo wie des windbeutlichen Spitzbuben, auf dem Kontinente Kom⸗ miſſionair geſchimpft, der, mit einem Gemiſch von
ſchech Huͤlfe
G
3 unerfe
verſen ſelbſt dazu


