Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

36 Sktzzen aus Belgien.

der herein, bezeugte den koͤniglichen Wappen, die dar⸗ uͤber ausgehauen waren, meine Ehrfurcht, und erſchrak gehoͤrig vor dem Loͤwen mit offenem Rachen und einem Doppelhaken unter der Tatze, welcher unſtreitig den Mynheers und ihren Frauen aus der Nachbarſchaft,

wenn ſie zu Markte kommen, eine gehoͤrige Furcht 2 . vor dem koͤniglichen Anſehen einfloͤßen ſoll. Als ich in die Stadt wieder zuruͤckkam, ſchlenderte T ich, wie jeder andere Fremde, umher, und entdeckte. Unte endlich einen Buchladen. Ich trat hinein, und nahm den ein kleines witziges Buch in die Hand, mit dem Ti⸗ die — tel:«Tablettes Belges.“ Schon der erſte Gedanke druͤͦ⸗

in der Vorrede kam mir nicht ganz neu vor. Ich rich las weiter, und fand zu meiner großen Verwunde— ſer. V rung und nicht geringem Spaße Wort vor Wort des kann

Fuhrmanns Verſuch uͤber den belgiſchen Nationalcha⸗ und 1 rakter und ein großes Theil mehr, als er mir geſagt dder

1 hatte, wieder. So hatte er denn das Buͤchlein aus⸗ ente wendig gelernt und dann fuͤr ſeine eigenen Ideen aus⸗ Gei

gegeben. Ich konnte deshalb nicht boͤſe auf ihn ſeyn. n Es war ein unſchuldiger Diebſtahl, und ich hoffe ge— die

wiß, daß, wenn ihn der Verfaſſer jenes Buches ſelbſt un

einmal entdecken ſollte, er, hinſichtlich des wahrhaft Ni originellen Exemplars von Nationalcharakter, welches der jener Spitzbube dadurch liefert, ihm verzeihen wird, dn

wie ich es that.