Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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er!

NPational⸗Züge. 31

maͤßiger Zimmermann und ein ſchlechter Maler noch im Lande ſind, will ich mich verbuͤrgen, es mit Huͤlfe von dieſen Beiden— der wahren Obrigkeit von Bel⸗ gien— zu regieren. Hier iſt Poperingen: glauben Sie nun wol, daß der Burgemeiſter und die Schoͤf⸗ fen halb ſo viel Autoritaͤt darin haben, als dieſes hoͤl⸗ zerne Bild? Behuͤte Gott! Das kann ich Ihnen ſa⸗ gen— aber der Wahrheit die Ehre zu geben, ſie ma— chen's auch nicht darnach. Da ſehen Sie nur das niedliche kleine Staͤdtchen, es koͤnnte ſich recht wohl befinden, wenn die reichen Einwohner darin Gemein⸗ ſinn haͤtten. Denn es giebt deren wenigſtens ein Dutzend darin von jaͤhrlich vierzig bis funfzigtauſend Franks Revenuͤen— aber wie wenden ſie ſie an? In einen eiſernen Kaſten legen ſie das Geld, und le— ben wie die aͤrmſten Buͤrger von wenig oder nichts, rauchen ihre Pfeife und trinken ihr Bier im Schenk⸗ hauſe, ſprechen vom Hopfen und ſchieben ihre Kegel. Das iſt ſo ganz ein Vorbild von allen den kleinen Landſtaͤdten hier, und Sie koͤnnen leicht ſehen, wie weit man in der Bildung vorgeſchritten iſt, wenn ſie dieſe plumpen Menſchen in Stutzperuͤken, kurzen Ho⸗ ſen, geſtreiften Struͤmpfen, und Schuhen mit meſſin— genen Schnallen betrachten. Nein, die Reformation der weiten Pantalons iſt noch nicht bis hierher gedrun⸗ gen— und wie kann denn da ſolch' ein Land gedeihen?»

Nachdem wir das alte Roß gefuͤttert hatten, und