Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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National⸗Züge. 29

offne, an's Tageslicht gewoͤhnte Burſchen, die ſich eben ſo wenig vor einem Gensdarmen oder Mauthbe⸗ amten fuͤrchten, als vor Ihnen oder mir. Sie ha— ben eben ihren Tabak in Frankreich verkauft, und kom⸗ men nun mit Brandwein wohlbeladen wieder zuruͤck. Sie ſind um das Dorf herumgegangen, um nicht da hindurch zu kommen, befinden ſich gerade jetzt auf dem rechten Wege und fragen nun weder nach Menſch noch Teufel.»

Kaum hatte er dies geſagt, als zwei berittene Gens⸗ darmen ſich zeigten. Ein lauter Ruf der Schmuggler begruͤßte ſie, und in einem Augenbiicke war die ganze Geſellſchaft uͤber die Hecken hinweg in den jenſeitigen dichtbepflanzten Feldern verſchwunden. Die Gensdar⸗ men gaben ihren Pferden die Sporen, zogen die Saͤ⸗ bel, ſtellten ſich in eine furchtbare Poſitur, trieben eine Menge Staub's auf, galoppirten den einen Weg herauf, den andern vorſchriftmaͤßig herunter, und dann im ruhigen Schritt neben einander wieder hinweg, indem ſie wahrſcheinlich ſomit ihre Pflicht auf's voll⸗ kommenſte erfuͤllt hatten.

Wir waren nicht weit gefahren, als ein anderer offizieller Regierungsbeamter, einer von jenen Wege⸗ lagerern auf den Belgiſchen Hochſtraßen, ein Mauth⸗ viſitator uns ploͤtzlich anhielt, und in nicht eben ſehr hoͤflichen Worten auszuſteigen befahl. Dann fing er an, den Wagen auf das allerſtrengſte zu unterſuchen.