Sſtizzen aus Belnien.
Mauthgeſetze, und es hauſet daher ein ganzes Neſt von Schmugglern hier. Sehen Sie nur die beiden Maͤnner dort an, Spuͤrhunde nach ehrlichen Leuten — einer ein Franzoſe, der andere ein Belgier,— wie ſie uns von jeder Seite der Straße aus beaͤugeln! Ich ſehe dieſes Dorf La Belle, wie es genannt wird, fuͤr einen Vorwurf von Stein und Moͤrtel gegen zwei Regierungen an, die ſich ohnſtreitig beide fuͤr ſehr weiſe halten, und ſich einbilden, daß das ſtupide Volk, das dort wohnt, von beiden Seiten auf die Haͤlfte ihrer gemeinſamen Straße kommen, und ſich uͤber die Ehre ihrer beiderſeitigen Laͤnder die Haͤlſe brechen wird.”» — Ich freue mich ſehr, das zu hoͤren,— dachte ich bei mir ſelbſt,— es klingt wie National⸗Gefuͤhl: — huͤtete mich aber wohl, meinen Gefaͤhrten zu un⸗ terbrechen, und ſo ließen wir La Belle hinter uns. „Da gehen ſie!“ rief dieſer aus, als wir etwa eine Meile vom Dorfe entfernt waren:« Da gehen ſie, die wahren Seitenwegs⸗-Burſchen! Sehen Sie nur die leichtfuͤßigen Kerls!“» und ich erblickte auch, aus einem ſchmalen Fußſtege tretend, fuͤnf bis ſechs ungewoͤhnlich raſche, aber verwildert und vagabonden⸗ artig ausſehende junge Maͤnner, jeden mit einem Stocke in der Hand,eund vier, fuͤnf und noch mehr uͤber den Schultern haͤngenden blechernen Flaſchen. — Und wer ſind die?— fragte ich. „Saͤmtlich Schmuggler;“» antwortete er;«brave,


