Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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22 Shizzen aus Belgien.

Der Fuhrmann aber war der ſchreiendſte Kontraſt zu ſeinem Fuhrwerke. Er befand ſich durchaus nicht auf ſeiner rechten Stelle, ſaß aber froͤhlich und ge⸗ muͤthlich da, und blickte heiter in die Welt, wie ein aͤchter Weltmann. Es war ein ungewoͤhnlich gut aus⸗ ſehender Burſche, ungefaͤhr an den Graͤnzen der dreißi⸗ ger Jahre, die gerade in dieſem Alter eben ſo ſchwer zu beſtimmen ſind, als die von Belgien ſelbſt, derben, kecken Anſehens, luſtig, mit einer offenen Jacke angethan, die eben ſo reich mit ſilbernen Liten beſetzt war, als die eines Lieutenants auf halben SAo. Ein regenbogenfarbiges ſeidenes Halstuch hing ihm nachlaͤſſig geſchlungen um den Hals, und ein blaues Tuchkaͤppchen mit einer Quaſte ruhte, ſeitwaͤrts ge⸗ ſetzt, auf ſeinem Lockenkopfe.

Ich muß hier ſogleich bemerken, daß dieſe Kabriolet⸗ Fuhrleute eine Race von zweifuͤßigen Thieren ſind, die ſich von allen anderen unterſcheidet. Die Gattung von Fuhrwerk, von der ſie einen Theil ausmachen, iſt in ganz Belgien ſehr gewoͤhnlich, weit mehr als in Frank⸗ reich, denn da findet man auf faſt jeder Straße, ſelbſt zwiſchen den kleinſten Staͤdten, irgend einen oͤffentli⸗ chen Wagen, der zu einer gewiſſen Stunde abgeht, eine Patache oder Char-à-banc, oder etwas dergleichen, das Reiſenden von Zeit zu Zeit die Gelegenheit verſchafft, zu einer Gallerte zuſammengeſchuͤttelt und ſchwarz und blau geſtoßen zu werden. In Belgien fehlen derglei⸗

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