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National⸗Züge. 21
dem natuͤrlichen Begleiter des Peitſchengeknalles, der durch die Hopfenſtangen wiederhallte.
Aber da nahte ſich etwas noch angenehmeres— der Ton einer maͤnnlichen Stimme, in den Klaͤngen eines froͤhlichen Liedes, kraͤftig und richtig geſungen. Ich ſehnte mich nach der Geſellſchaft des Meiſterſaͤn⸗ gers, mochte es auch ſeyn, wer es wollte, ſelbſt ehe ich ihn noch ſah. Er ſandte ſeine Geſangsbeglaubi⸗ gung voraus, wie gewoͤhnliche Leute einen Brief, oder Fuͤrſten ihr Bruſtbild, und ich hoffte, dieſer Empfeh⸗ lungsbrief meiner zu erwartenden neuen Bekanntſchaft werde treuer und wahrer ſeyn, als die meiſten von denen, auf die ich eben anſpielte.
Endlich kam mir, bei einer Wendung der engen Straße, auf welcher wir beide wanderten, der heitere Saͤnger vor die Augen, und zwar in der Perſon eines Kabriolet⸗Fuhrmanns. Er erſchien mir im vollen Ko⸗ ſtum ſeiner Beſtimmung, ſitzend in einem Karren von der plumpſten Bauart, alt, ſchmuzig und ausgewittert, mit dem Ueberzug von einem Monate von Schmuz und Koth an allen Theilen. Das Pferd, das mit einem Geſchirr, halb von Stricken und halb von Le⸗ der, an den Karren geſpannt war, ſtand faſt ſo gut wie ſtill. Es war blind auf einem Auge und lahm an allen Gliedern, knochenduͤrr, abgeſchabt, nie beruͤhrt von einer Striegel oder Buͤrſte, doch augenſcheinlich frei von jeder andern Art von Tuͤcken.


