20 Slizzen aus Belgien.
Haus, als Behaͤlter voͤllig fertiger Krankheiten umga⸗ ben, und der Einfoͤrmigkeit der Pappeln und Weiden, die mir truͤbſeliger als Cypreſſen oder Eſchen vorkamen. Ich war ſehr geneigt, auf der Stelle umzudrehen und wieder nach Frankreich zuruͤckzukehren; da es mir aber von Natur zuwider iſt, einen Schritt zuruͤck zu thun, und man doch auch nicht gleich nach dem er⸗ ſten Anſcheine urtheilen muß, ſo ging ich, waͤhrend ich die Sache bei mir ſelbſt uͤberlegte, mechaniſch wei⸗ ter. Je weiter ich aber durch den tiefen Koth auf der Straße nach Poperingen, und durch gewaltige Hopfenanpflanzungen, an welchen dieſe Gegend einen Ueberfluß hat, hinſchritt, ſchien mich jeder Schritt in eine deſto tiefere Einoͤde zu fuͤhren. Ich ſah weder Wohnungen, noch Menſchen, noch Vieh— nichts als Hopfen, und ſo gerieth ich nach und nach in die ſchwindelnde Art ſpekulativen Nachdenkens, worin uns eine Einſamkeit wie dieſe leicht verſetzt. Wachend begann ich ſchon Traͤumen nachzuhaͤngen, als dieſe durch den entfernten Knall einer Peitſche unterbrochen wurden. Dieſer einfache Ton rief mich in die wirk⸗ liche Welt zuruͤck, und ſchien die ungeſellige Strecke, durch welche ich watete, neu zu bevoͤlkern. Dieſes oft wiederholte und immer ſtaͤrker werdende Signal ſchien die Annaͤherung von irgend Jemanden zu verkuͤn⸗ den; vergebens aber horchte ich auf der ungepflaſter⸗ ten Straße hin, nach dem Geraͤuſche von Raͤdern,


