Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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Bie Gränze. 13

jene tiefe Schwermuth, die ſich in das Gemuͤth, waͤh⸗ rend der Betrachtung einer durch menſchliche Weſen unbelebten Landſchaft, einſchleicht, ohne daß ſich damit ein Gefuͤhl lokaler Anhaͤnglichkeit verbindet. Alle ihre Schoͤnheiten ſcheinen in Nachdenken verſenkt zu ſeyn, und eine unbeſchreibliche Schwere druͤckt den Geiſt. Dies macht uns aber das Ganze nicht minder genuß⸗ reich; ja, wir fuͤhlen vielleicht ſeine Reize durch die Traurigkeit, welche darauf zu ruhen ſcheint, nur um ſo tiefer. Je hellglaͤnzender die Sonne, um ſo maͤch⸗ tiger dieſe Empfindungen. Wenn nun das entfernte Geſumme in den Doͤrfern, oder der Hall der Kirchen⸗ glocken, durch die Luͤfte ſchwebt, ſo vermehren ſie dieſe Ermattung nur noch, und der Geiſt iſt dann um ſo geneigter, nach dieſen entfernten Gegenſtaͤnden der Hin⸗ neigung ſich zu ſehnen, die weit außer ſeinem Bereiche liegen, und die allein nur noch fehlen, um die ſanft ermattende Ausſicht in ein Paradies der Freude zu verwandeln.

Es war an einem ſonnenhellen Morgen, mitten im Sommer, als ich den gepflaſterten Fußſteig herab⸗ ſtieg, welcher ſich rund um den Huͤgel windet, und, indem ich bald die Vorſtaͤdte von Caſſel aus den Augen verlor, in einen der Zugaͤnge zu jener weiten und volkreichen Ebene trat, die auch nicht Einen Ge⸗ genſtand enthielt, der mein Intereſſe erregt, nicht Ein Weſen, das ich gekannt haͤtte. Da meine ganze Ab⸗