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Brocatell und ſeiner unnachahmlichen Plumetis*), der⸗ geſtalt, daß Concino zuerfl auf ſeine Landsleute verzich⸗ tete und eine ſolche Zuneigung zu dem Schneider faßte, daß er nur noch von ihm gekleidet ſein wollte; er trug auch ein Wamms von ihm an dem Tag, wo ihm Vitry mit einem Piſtolenſchuß auf der kleinen Brücke des Louvre die Hirnſchale zerſchmetterte.
Dieſes Wamms, das aus der Werkſtätte von Mei⸗ ſter Percerin kam, hatten die Pariſer das Vergnügen, mit dem darin enthaltenen Menſchenfleiſch, in ſo viele Stücke zu zerreißen.
Trotz der Gunſt, der ſich Percerin bei Concino Concini erfreut hatte, war König Ludwig XlIIlI. edel⸗ müthig genug, keinen Groll gegen ſeinen Schneider zu hegen und ihn in ſeinem Dienſte zu behalten. In dem Augenblick, wo Ludwig der Gerechte dieſes große Bei⸗ ſpiel von Billigkeit gab, hatte Percerin zwei Söhne erzogen, von denen der Eine ſein Probeſtück bei der Hochzeit von Anna von Oeſterreich machte, für den Cardinal von Richelien das ſchöne ſpaniſche Kleid erfand, mit dem er Sarabande tanzte, die Coſtumes des Trauerſpiels Mi⸗ rame verfertigte und auf den Mantel von Buckingham die bekannten Perlen nähte, die auf den Böden des Louvre ausgeſtreut zu werden beſtimmt waren.
Man wird bald berühmt, wenn man Herrn von Buckingham, Herrn von Cinq⸗Mars, Mademoiſelle Ninon, Herrn von Beaufort und Marion de Lorme gekleidet hat. Percerin III. hatte den Culminations⸗ punkt ſeines Ruhmes erreicht, als ſein Vater ſtarb.
Alt, mit Ruhm bekränzt und reich, kleidete noch derſelbe Percerin Ludwig XIV., und da er keinen Sohn beſaß, was für ihn ein großer Kummer war, inſofern mit ihm ſeine Dynaſtie erloſch, ſo hatte er mehrere Zöglinge von ſchoͤnen Hoffnungen herangebildet. Er hatte einen Wagen, ein Landgut, Lackeien, die größten
*) Eine Art von Stickerei in Baumwolle.


