tigen Kniee krachen, durchmaß mit zwei Schritten das Zimmer, ſtand vor d'Artagnan und preßte dieſen mit einer Zärtlichkeit ans Herz, die von Tag zu Tag eine neue Stärke zu gewinnen ſchien.
„Ah!“ wiederholte er,„Ihr ſeid ſtets willkommen, theurer Freund, doch heute ſeid Ihr es mehr, als je.“
„Oho! man iſt traurig bei Euch?“ ſagte d'Ar⸗ tagnan.
Porthos antwortete durch einen Blick, der Niederge⸗ ſchlagenheit ausdrückte.
„Nun! erzählt mir das, Porthos, mein Freund, wenn es nicht etwa ein Geheimniß iſt.“
„Vor Allem, mein Freund,“ ſprach Porthos,„Ihr wißt, daß ich kein Geheimniß für Euch habe. Höret alſo, was mich betrübt.“
„Wartet, Porthos, laßt mich zuerſt meine Füße aus dieſer Streu von Atlas⸗ und Sammetſtoffen los⸗ wickeln.“
„Oh! geht immer zu,“ erwiederte Porthos mit kläglichem Ton,„dies Alles iſt nur Brack.“’
„Teufel! Brack, Porthos! Tuch zu zwanzig Livres die Elle! herrlicher Atlas! königlicher Sam⸗ met!“
„Ihr findet alſo dieſe Kleider...“
„Glänzend, Porthos, glänzend! Ich wette, Ihr allein habt ſo viel in Frankreich, und angenommen, Ihr laſſet nicht mehr ein einziges machen, und Ihr werdet hundert Jahre leben, worüber ich mich nicht wundern würde, könntet Ihr noch neue Kleider an Eurem Todestag tragen, ohne daß Ihr von heute bis zu dieſem Tag die Naſe eines einzigen Schneiders zu ſehen nöthig hättet.“ 3
Porthos ſchüttelte den Kopf.
„Höret, mein Freund,“ fuhr d'Artagnan fort,
„dieſe Schwermuth, die nicht in Eurem Charakter liegt,
erſchreckt mich. Mein lieber Porthos, machen wir uns
je eher, deſto beſſer, davon frei.“


