Il.
Wunden auf Munden.
Fräulein de la Vallière, denn ſie war es, machte einen Schritt vorwärts. „Ja, Louiſe,“ murmelte ſie. Doch in dieſem Zwiſchenraum, ſo kurz er war, hatte Raoul Zeit gehabt, ſich zu erholen. „Ihr, mein Fräulein,“ ſagte er. Dann fügte er mit einem unbeſchreiblichen Tone bei:„Ihr hier?“ „Ja, Raoul,“ erwiederte das Mädchen,„ich, die ich auf Euch wartete.“ „Verzeiht, als ich nach Hauſe kam, erfuhr ich 44
„Ja, ich hatte Olivain empfohlen, Euch in Un⸗ wiſſenheit zu laſſen...“
Sie zögerte; und da ſich Raoul nicht beeilte, ihr zu antworten, ſo trat einen Augenblick Stillſchweigen ein, ein Stillſchweigen, bei dem man das Geräuſch von zwei Herzen, welche, nicht mehr im Einklang, ſondern eines ſo heftig als das andere ſchlugen, hören konnte.
Es war an Louiſe, zu ſprechen. Sie ſtrengte ſich an und ſagte:
„Ich hatte mit Euch zu reden; ich mußte Euch nothwendig ſehen... ich ſelbſt... allein. Ich bin nicht vor einem Schritte zurückgewichen, der geheim bleiben muß, denn Niemand außer Euch, Herr von Bragelonne, würde ihn begreifen.“
„In der That, mein Fräulein,“ ſtammelte Raoul beſtürzt, keichend,„und ich ſelbſt, trotz der guten Mei⸗ nung, die Ihr von mir habt, muß geſtehen...“
„Wollt die Güte haben, Euch zu ſetzen und mich
nicht


