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als ſich die Königin hoch aufrichtete und ihr mit kurzem, gebieteriſchem Tone zurief: 13
„Sprecht! ſprecht! erklärt Euch deutlich, unum⸗ wunden, lebhaft, vollſtändig, oder...“ 3
„Droht nicht, Königin,“ erwiederte ſanft die Be⸗ guine:„ich bin voll Ehrfurcht und Mitleid zu Euch gekommen, ich bin im Auftrage einer Freundin ge⸗ kommen.“
„Beweiſt es! Erleichtert, ſtatt aufzureizen!”“
„Das iſt nicht ſchwer, und Eure Majeſtät wird ſehen, ob man ihre Freundin iſt.“
„Redet.“ 4
„Welches Unglück iſt Eurer Majeſtät ſeit drei und zwanzig Jahren widerfahren?⸗—
„Großes Unglück... habe ich nicht den Koͤnig verloren?“
„Ich ſpreche nicht von ſolchen Unglücksfällen. Ich frage, ob ſeit... der Geburt des Königs... die In⸗ discretion einer Freundin Eurer Majeſtät einen Schmerz verurſacht habe?“
„Ich verſtehe Euch nicht,“ erwiederte die Königin, die Zähne zuſammenpreſſend, um ihre Aufregung zu verbergen.
„Ich werde mich verſtändlich machen. Eure Maje⸗ ſtät erinnert ſich, daß der König am 5. September 1638 um eilf ein Viertel Uhr geboren iſt?“
„Ja,“ ſtammelte die Königin.
„Um halb ein Uhr war der Dauphin, der ſchon unter den Augen des Königs, unter Euren Augen, vom Biſchof von Meaur die Nothtaufe erhalten hatte, als Erbe der Krone Frankreichs anerkannt. Der Koͤnig begab ſich in die Kapelle des alten Schloſſes von Saint⸗ Germain, um das Te Deum anzuhören.“
„Dies Alles iſt richtig,“ murmelte die Königin.
„Die Niederkunft Eurer Majeſtät hatte in Gegen⸗
wart des ſeligen Monſieur, der Prinzen, der Damen
des Hofes ſtattgefunden. Der Arzt des Königs Bauvard


