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Zei der Königin Mutter.
Die Königin Mutter war in ihrem Schlafzimmer im Palais Royal mit Frau von Motteville und der Se⸗ nora Molina. Bis zum Abend erwartet, war der König nicht erſchienen; die Königin hatte oft ganz ungeduldig zu ihm geſchickt, um ſich nach ihm erkundigen zu laſſen.
Das Wetter ſchien auf Sturm zu ſtehen. Die Höflinge und die Damen vermieden ſich in den Vorzim⸗ mern und in den Gängen, um nicht von gefährdenden Gegenſtänden mit einander zu ſprechen.
Monſieur hatte ſich ſchon am Morgen zum König zu einer Jagdpartie begeben.
Madame blieb, mit aller Welt ſchmollend, zu Hauſe.
Die Königin plauderte, nachdem ſie ihr Gebet in lateiniſcher Sprache verrichtet hatte, mit ihren zwei Freundinnen im reinſten Caſtilianiſch über häͤusliche An⸗ gelegenheiten.
Frau von Motteville, die das Spaniſche vollkom⸗ men verſtand, antwortete franzöſiſch.
Als die drei Damen alle Formeln der Verſtellung und der Höflichkeit erſchöpft hatten, um zu der Be⸗ merkung zu kommen, das Benehmen des Koͤnigs mache die Königin, die Koͤnigin Mutter und ſeine ganze Ver⸗ wandtſchaft vor Kummer ſterben; als man in gewähl⸗
ten Ausdrücken alle mögliche Verwünſchungen gegen
Fräulein de la Vallidre geſchleudert hatte, beendigte die Königin Mutter ihre Anſchuldigungen mit den von ihrem Geiſte und ihrem Charakter erfüllten Worten, die ſie zu Molina ſagte: „,Estos hijos.“ Die drei Musketiere. Bragelonne. VI. 2


