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„Nein; aber Herr Fouquet iſt unſer Generalan⸗ walt; er beladet ſich mit Schulden, er ſinkt unter; wir müſſen die Ehre der Körperſchaft retten.“
„Das erklärt mir, warum Herr Fouqguet ſtets un⸗ verſehrt bleiben wird, ſo lange er ſeine Stelle einnimmt,“ verſetzte Herr Colbert.
„Herr Gourville,“ fuhr Vanel fort,„Herr Gour⸗ ville fügte bei:“
„„Herrn Fouquet ein Almoſen ſpenden iſt immer ein demüthigendes Verfahren, dem er eine Weigerung entgegenſtellen wird; das Parlament verbinde ſich, um ihm auf eine würdige Weiſe die Stelle eines Generalan⸗ walts abzukaufen, dann geht Alles gut, die Ehre der Körperſchaft iſt gerettet und der Stolz von Herrn Fou⸗
quet bleibt unverletzt.““
„Das iſt eine Eröffnung.“
„Ich habe es ſo angeſehen, Monſeigneur.“
„Nun wohl, Herr Vanel, Ihr ſucht auf der Stelle Herrn Gourville, oder Herrn Peliſſon auf; kennt Ihr noch einen andern Freund von Herrn Fouquet?“
„Ich kenne Herrn Lafontaine ſehr genau.“
„Lafontaine, den Reimer?“
„Ganz richtig; er machte meiner Frau Verſe, als Herr Fouquet zu unſeren Freunden gehörte.“
„Wendet Euch alſo an ihn, um eine Zuſammenkunft von Herrn Fouquet zu erlangen.“
„Gern, doch die Summe?“
„Zur beſtimmten Stunde werdet Ihr mit der Summe verſehen werden, kümmert Euch darum nicht, Herr Vanel.“
„Monſeigneur! eine ſolche Freigebigkeit! Ihr ſtellt die Könige in Schatten, Ihr übertrefft Herrn Fouquet.“
„Einen Augenblick Geduld... geben wir den Worten keine falſche Deutung. Ich ſchenke Euch die vierzehnmal hunderttauſend Livres nicht: ich habe Kinder.“
„Ei! Ihr borgt ſte mir, das genügt.“
„Ich borge ſie Euch: ja.“


