„Was ſprecht Ihr mir von der Stelle eines Ge⸗ neralanwalts beim Parlament? ich kenne keine andere, als die von Herrn Fouquet,“ ſagte Vanel.
„Ganz richtig, mein lieber Rath.“
„Ihr ſeid nicht ekel, Monſeigneur; doch ehe die
Waare gekauft iſt, muß ſie verkauft werden.“ ſch. „Herr Vanel, ich glaube, dieſe Stelle wird binnen ſiel Kurzem zum verkaufen ſein.“ ohr „Zu, verkaufen! die Anwaltsſtelle von Herrn Fou⸗ nu quet?“ nich
„Man ſagt es.“ „Die Stelle, die ihn anverletzlich macht, zu ver⸗ kaufen! Ho! ho!“ der Hiebei lachte Vanel. „Hättet Ihr bange vor dieſer Stelle? 2 fragte Col⸗
bert mit ernſter Miene. daf „Bange! nein...“ zu „Solltet Ihr keine Luſt dazu haben?⸗ auf „Monſeigneur ſpottet meiner: wie ſollte ein Rath
vom Parlament nicht Luſt haben, Generalanwalt zu ein
werden!“ fan „Da ich Euch alſo ſage, die Stelle werde zum Ver⸗
kauf ausgeboten...“ eer! „Monſeigneur ſagt es.“ ſich „Es geht das Gerücht.“ Va
„Ich wiederhole, das iſt unmöglich; nie wirft ein
Menſch den Schild weg, hinter dem er ſeine Ehre, ſein Ge Vermögen und ſein Leben geſchützt hat.“. „Es gibt zuweilen Narren, welche glauben, ſie nich
ſtehen über allen ſchlimmen Wechſelfällen, Har Vanel.“
„Ja, Monſeigneur, doch dieſe Narren begehen ihre Tollheiten nicht zum Vortheil der armen Vanel, die es in der Welt gibt.“
„Warum nicht?“
„Weil dieſe Vanel arm find.“
„Die Stelle von Herrn Fouquet kann allerdings viel koſten. Was würdet Ihr daran ſetzen, Herr Vanel??,


