Teil eines Werkes 
25.-28. Bändchen (1849)
Entstehung
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„Sire!“ rief Manicamp in einem Ton des Vor⸗ wurfs.

„Ihr wollt ihn nicht nennen, wie es ſcheint?2“ ſagte der König.

„Sire, ich kenne ihn nicht.“

„Bravo!“ murmelte d'Artagnan.

„Herr von Manicamp, übergebt Euren Degen dem Kapitän.“

Manicamp verbeugte ſich anmuthig, machte lächelnd ſeinen Degen los und reichte ihn dem Musketier.

Doch Saint⸗Aignan trat raſch zwiſchen d'Artagnan und Manicamp und ſprach:

„Sire, mit der Erlaubniß Eurer Majeſtät.“

„Thut es,“ ſagte der König, vielleicht erfreut, daß ſich Jemand zwiſchen ihn und den Zorn ſtellte, von dem er ſich hatte hinreißen laſſen.

„Manicamp, Ihr ſeid ein Braver, und der König wird Euer Benehmen zu ſchätzen wiſſen; aber ſeinen Freunden zu gut dienen wollen, heißt ihnen ſchaden. Manicamp, Ihr wißt den Namen, den Seine Majeſtät von Euch verlangt.“.

„Es iſt wahr, ich weiß ihn.“

„Dann werdet Ihr ihn ſagen?“

„Wenn ich ihn hätte ſagen ſollen, ſo wäre es ſchon geſchehen.“

„ So werde ich ihn ſagen, ich, der ich nicht bei dieſer Biederkeit intereſſirt bin.“

„Ihr, Ihr ſeid frei. Doch mir ſcheint...“

„„Ohl genug des Edelmuths; ich laſſe Euch nicht ſo in die Baſtille gehen. Sprecht, oder ich werde ſprechen.“

Manicamp war ein Mann von Geiſt, und begriff, daß er genug gethan hatte, um eine gute Meinung von ſich zu geben; es handelte ſich nur noch darum, aus⸗ zuharren und ſich zugleich die Gnade des Königs wie⸗ der zu erlangen.

„Sprecht, mein Herr,“ ſagte er zu Saint⸗Aignan.