Teil eines Werkes 
25.-28. Bändchen (1849)
Entstehung
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„Man iſt zuweilen unwiſſend, Sire.“

„Lüget nicht mehr, oder ich verdopple die Strafe.“

Manicamp erbleichte und verbeugte ſich.

D'Artagnan machte noch einen Schritt vorwärts, entſchloſſen, ins Mittel zu treten, wenn der immer mehr zunehmende Zorn des Königs gewiſſe Grenzen erreichen würde. 3

„Mein Herr,“ fuhr der Koͤnig fort,„Ihr ſeht, daß es vergeblich iſt, die Sache länger zu leugnen. Herr von Guiche hat ſich geſchlagen.“

„Ich ſage nicht nein, Sire, und Cure Majeſtät wäre großmuthig geweſen, wenn ſie einen Edelmann nicht zur Lüge gezwungen hätte.“

„Gezwungen! Wer zwang Euch?“

„Sire, Herr von Guiche iſt mein Freund. Eure Majeſtät hat die Duelle bei Todesſtrafe verboten. Eine Lüge rettet meinen Freund. Ich lüge.“

„Gut,“ murmelte d'Artagnan,„Mordiour!l das iſt ein hübſcher Junge!“

„Mein Herr,“ verſetzte der König,„ſtatt zu lügen, hättet Ihr ihn ſich zu ſchlagen abhalten ſollen.“

„Oh! Sire, Eure Majeſtät, der vollendetſte Edel⸗ mann Frankreichs weiß wohl, daß wir Leute vom Schwert Herrn von Bouteville nie für entehrt gehalten haben, weil er auf der Gréve geſtorben iſt. Seinen Feind vermeiden iſt es, was entehrt, und nicht den Henker treffen.“

„Wohl!“ ſprach Ludwig XIV.,„ich will Euch ein Mittel öffnen, Alles wieder gut zu machen.“

„Wenn es zu denjenigen gehört, welche ſich für

einen Edelmann geziemen, ſo werde ich es mit Eifer ergreifen, Sire.“

„Nennt mir den Namen des Gegners von Herrn

von Guiche.“

„Hol hol“ murmelte d'Artagnan,„wollen wir 1

Ludwig XIII. fortſetzen?“