Teil eines Werkes 
25.-28. Bändchen (1849)
Entstehung
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„Ja, doch es war ihm der Bauch aufgeſchlitzt.“

„Allerdings, Sire.“

„Wäre dem Pferde von Guiche der Bauch aufge⸗ ſchlitzt worden, wie dem von Herrn von Saint⸗Maure⸗ ſo würde ich mich, bei Gott! nicht darüber wundern.“

Manicamp riß die Augen weit auf.

„Was mich aber in Erſtaunen ſetzt,“ ſagte der König,„iſt der Umſtand, daß dem Pferde von Guiche nicht der Bauch aufgeſchlitzt, ſondern der Kopf zerſchmet⸗ tert worden iſt.“

Manicamp wurde ſehr unruhig.

„Täuſche ich mich,“ fragte der König,„wurde das Pferd von Guiche nicht an den Schlaf getroffen? Ge⸗

ſteht, Herr von Manicamp, daß dies eine ſeltſame Er⸗—

ſcheinung iſt.“ „Sire, Ihr wißt, das Pferd iſt ein ſehr verſtändi⸗ ges Thier, es wird ſich zu vertheidigen geſucht haben.“ „Ein Pferd vertheidigt ſich aber mit den Hinter⸗ füßen, und nicht mit dem Kopf.“

„Dann wird das erſchrockene Pferd niedergeſtürzt

ſein, und der Keiler, Ihr begreift, Sire, der Keiler...“

„Ja, ich begreife, was das Pferd betrifft; doch wie iſt es mit dem Reiter?“

„Nun, das iſt ganz einfach; der Keiler iſt vom Pferd zum Reiter zurückgekehrt und hat, wie ich Eurer Majeſtät zu bemerken mich beehrte, Guiche die Hand in dem Augenblick zerſchmettert, wo er ſeinen zweiten Schuß auf ihn abfeuern wollte; ſodann durchlöcherte er ihm mit einem Rüſſelſchlag die Bruſt.“ 3

„Das iſt in der That äußerſt wahrſcheinlich, Hert

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von Manicamp; Ihr habt Unrecht, Eurer Beredſamke zu mißtrauen, denn Ihr erzählt vortrefflich.“ 4

„Der König iſt ſehr gut,“ ſagte Manicamp, indem er ſich äußerſt verlegen verbeugte. 1 3 e

„Nur werde ich von heute an meinen Cdelleuten verbieten, auf den Anſtand zu gehen. Teufel! es wäre

eben ſo gut, wenn man ihnen das Duell erlauben würde.“ 6

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