Teil eines Werkes 
25.-28. Bändchen (1849)
Entstehung
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„Auf der Jagd?“

„Ja, Sire, ich will ſagen auf dem Anſtand.“

„Ah! ah!“ rief der Koͤnig,„auf dem Anſtand hat ſich der Unfall ereignet?“

„Ja, Sire,“ verſetzte Manicamp;„wußte das Euer Majeſtät nicht?“

„So ungefähr,“ erwiederte raſch der König, denn es widerſtrebte ihm ſtets, zu lügen;„Ihr ſagt alſo, auf dem Anſtand habe ſich der Unfall ereignet?“

„Ahl ja, leider, Sire.“.

Der König machte eine Pauſe und fragte dann:

„Auf dem Anſtand, auf welches Thier?“

„Auf Wildſchwein, Sire.“

„Was ſiel denn Guiche ein, daß er nur ſo allein auf den Anſtand auf Wildſchwein ging! das iſt eine Uebung für einen Landmann und hoͤchſtens gut für denjenigen, welcher nicht wie der Marſchall von Grammont Hunde und Piqueurs hat, um edelmänniſch zu jagen.“

Manicamp beugte die Schultern und erwiederte ſpruchreich:—

„Die Jugend iſt verwegen.“

„Fahret fort,“ ſagte der König.

„So viel iſt gewiß,“ fuhr Manicamp fort, der ſich nicht in Gefahr bringen wollte, und ein Wort nach dem andern ſetzte, wie es mit ſeinen Füßen ein Arbei⸗ ter in den Salzſümpfen am Meere thut,„ſo viel iſt

gewiß, Sire, daß der arme Guiche ganz allein auf den Anſtand ging.“

„Ganz allein, in der That! ein herrlicher Jäger!

Herr von Guiche weiß alſo nicht, daß das Wildſchwein auf der Stelle zurückkehrt?“

„Das iſt gerade geſchehen, Sire.“

„Er hatte alſo Kenntniß von dem Thiere?“

„Ja, Sire. Bauern hatten es in ihren Kartoffeln geſehen.“

„Und was für ein Thier war es?“ 138