heuer; doch in der That, ich habe wohl das Recht, von Euch zu verlangen, daß Ihr mir von Zeit zu Zeit die glücklichen Dinge mittheilt, die Euch begegnen, und an denen ich, wie Ihr wißt, mehr als an denen, die mir ſelbſt begegnen, Antheil nehmen würde.“
„Mein lieber Prälat,“ erwiederte Fouquet lachend, „meine Geheimniſſe ſind zu profan, als daß ich ſie einem Biſchof, ſo weltlich er auch ſein mag, anver⸗ trauen ſollte.“
„Bahl in der Beichte.“
„Ohl ich würde zu ſehr erroͤthen, wenn Ihr mein Beichtiger wäret.“
Hiebei ſeufzte Fouquet.
Aramis ſchaute ihn abermals ohne eine andere Kundgebung ſeines Gedankens, als ſein ſtummes Lä⸗ cheln an.
„Ah!“ ſagte er,„die Verſchwiegenheit iſt eine große Tugend.“
„Stille!“ ſprach Fouquet.„Das giftige Thier hat mich erkannt und nähert ſich uns.“
„Colbert.“
„Ja; entfernt Euch, mein lieber d'Herblay, dieſer
Knauſer ſoll uns nicht beiſammen ſehen, er würde eine
Abneigung gegen Euch faſſen.“ Aramis drückte ihm die Hand und erwiederte: „Wozu bedarf ich ſeiner Freundſchaft? ſeid Ihr
nicht da?“ „Ja, aber ich werde vielleicht nicht immer da ſein,“
entgegnete Fouquet ſchwermüthig. „An dieſem Tage, wenn er je kommt,“ verſetzte
Aramis ruhig,„werden wir der Freundſchaft von Herrn
Colbert zu entbehren oder ſeinem Widerwillen zu trotzen wiſſen. Doch ſagt mir, lieber Herr Colbert.... Doch
ſagt mir, mein lieber Herr Fouquet, ſtatt mit dieſem
Knauſer zu ſprechen, wie Ihr ihn zu nennen ihm die
Ehre erweiſt, ein Geſpräch, deſſen Nutzen ich nicht ein⸗


