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ſehe, begebt Ihr Euch nicht, wenn nicht zum Koͤnig, doch wenigſtens zu Madame.“
„Zu Madame!“ erwiederte der Oberintendant, zer⸗ ſtreut durch ſeine Erinnerungen.„Ja, allerdings, zu Madame.“
„Ihr erinnert Euch,“ fuhr Aramis fort,„daß man Euch mitgetheilt hat, wie hoch Madame ſeit ein paar Tagen in der Gunſt ſteht. Ich glaube, es entſpricht Eurer Politik und unſern Plänen, daß Ihr beſtändig den Freundinnen Seiner Majeſtät den Hof macht. Das iſt das Mittel, dem wachſenden Anſehen von Herrn Col⸗ bert das Gegengewicht zu halten. Begebt Euch alſo ſo bald als moͤglich zu Madame und lenkt uns dieſe Verbündete zu.“
„Seid Ihr denn ſicher, daß der König wirklich auf ſie in dieſem Augenblick ſeine Augen geheftet hat?“
„Hätte ſich der Wind gedreht, ſo wäre dies erſt ſeit dieſem Morgen geſchehen. Ihr wißt, daß ich meine Polizei habe.“
„Gut, ich gehe auf der Stelle, und ich habe auf jeden Fall mein Mittel, um mich einzuführen: das iſt ein herrliches Paar antiker in Diamanten gefaßter Ca⸗ meen.“
„Ich habe es geſehen, es gibt nichts Reicheres und Köoniglicheres.“
Sie wurden in dieſem Augenblick durch einen Lackei, der einen Courier herbeiführte, unterbrochen.
„Für den Herrn Oberintendanten,“ ſagte laut der Courier, indem er Fouquet einen Brief reichte.
„Für Monſeigneur den Biſchof von Vannes,“ ſprach leiſe der Lackei, der Aramis einen Brief übergab.
Und da der Lackei eine Fackel trug, ſo ſtellte er ſich zwiſchen den Oberintendanten und den Biſchof, da⸗ mit Beide zu gleicher Zeit leſen konnten.
Beim Anblick der feinen und gedrängten Schrift des Umſchlags bebte Herr Fouquet vor Freude. Nur


