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das ſcheint er hier nicht zu ſein, ſo ſchnell verdummt man in der Provinz. Der Teufel hole dieſen Einfalts⸗ pinſel, der mir wichtige Dinge hätte ſchreiben ſollen und mir nur Albernheiten ſchreibt. Statt dieſes arm⸗ ſeligen, nichts bedeutenden Briefs würde ich dort in den Alleen eine gute Intrigue gefunden haben, welche eine Frau compromittirte, einem Mann vielleicht einen Degenſtich eingetragen und Monſteur drei Tage lang beluſtigt hätten.“
Er ſchaute auf ſeine Uhr und fuhr dann fort:
„Nun iſt es zu ſpät. Ein Uhr Morgens, es muß Jedermann zum König zurückgekehrt ſein, wo man die Nacht vollends zubringt; ahl das iſt eine verlorene Fährte, und ohne einen beſonderen Glücksfall...“
Und während er dieſe Worte ſprach, näherte ſich der Chevalier, als wollte er ſein gutes Geſtirn herbei⸗ rufen, verdrießlich dem Fenſter, das auf einen ziemlich einſamen Theil des Gartens ging.
Sogleich und als wäre ein böſer Genius zu ſeinen Dienſten geweſen, erblickte er, in Geſellſchaft eines Mannes nach dem Schloſſe zurückkehrend, eine ſeidene Mantille von dunkler Farbe, und erkannte die Tournüre, die ihm eine halbe Stunde zuvor aufgefallen war.
„Eil mein Gott!“ dachte er, in die Hände klat⸗ ſchend,„Gott verdamme mich! wie unſer Freund Bu⸗ ckingham ſagt, da iſt mein Geheimniß!“
Und er ſprang raſch die Stufen herab, in der Hoff⸗ nung, rechtzeitig im Hof anzukommen, um die Frau in der Mantille und ihren Gefährten zu erkennen.
Als er aber an die Thüre des kleinen Hofes kam, ſtieß er beinahe mit Madame zuſammen, deren ſtrah⸗ lendes Geſicht voll reizender Offenbarungen unter dieſer Mantille erſchien, die ſie beſchützte, ohne ſie zu ver⸗ bergen.
Leider war Madame allein.
Der Chevalier begriff, daß, als er ſie vor nicht


