Teil eines Werkes 
19.-24. Bändchen (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

21 ment den Kopf ab, wie er ihn einen Augenblick zuvor ſelbſt abgewandt hatte.

Dann nach kurzem Stillſchweigen fragte ſie:

Ihr liebt mich alſo ſehr?

Ohl wahnſinnig. Dergeſtalt, daß ich darob ſterbe, wie Ihr ſagtet. Dergeſtalt, daß ich darob ſterbe, ſei aßdaß Ihr mich fortjaget, ſei es, daß Ihr mich noch anhöret.

Dann iſt es ein Uebel ohne Hoffnung, ſprach ſie mit einer freudigen Miene,ein Uebel, das man mit beſänftigenden Mitteln behandeln muß... Gebt mir Eure Hand... Sie iſt eiskalt.

Guiche kniete nieder und drückte ſeinen Mund nicht auf eine, ſondern auf die beiden brennenden Hände von Madame.

Liebt mich alſo, da es nicht anders ſein kann, ſprach die Prinzeſſin.

Und ſie drückte ihm beinahe unmerklich die Finger und hob ihn ſo auf, halb wie es eine Königin, halb wie es eine Liebende gethan hätte.

Guiche ſchauerte am ganzen Leib.

Madame fühlte dieſen Schauer durch die Adern des jungen Mannes laufen und ſah ein, daß dieſer ſie wahrhaft liebe.

Euern Arm, Graf, wir wollen zurückkehren, ſagte ſie.

Ah! Madame, erwiederte Guiche ſchwankend, geblendet, eine Flammenwolke vor den Augen.Ah! Ihr habt ein drittes Mittel gefunden, mich zu tödten.

Zum Glück iſt es das längſte, nicht wahr? ſprach ſie.

Und ſie zog ihn zu den Alleen fort.