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ſogar, daß das Herz des jungen Mannes aus ſeiner Bruſt hervorzuſpringen bereit ſchien. 3
„Oh! Madame, Madame,“ ſtammelte er.
„Höret mich an,“ fuhr ſie fort,„habt Ihr auf mich verzichtet, einmal durch die Nothwendigkeit, ſodann um meiner Bitte zu entſprechen, ſo werdet Ihr mich beſſer beurtheilen, und Ihr werdet, deſſen bin ich ſicher, an die Stelle dieſer Liebe,— verzeiht mir, dieſer Toll⸗ heit— eine aufrichtige Liebe treten laſſen, die Ihr mir dann anbietet und die ich, das ſchwoͤre ich Euch, herzlich annehme.“
Schweiß auf der Stirne, den Tod im Herzen, Schauer in den Adern, biß ſich Guiche auf die Lippen, ſtampfte mit dem Fuß und verſchlang mit einem Wort alle ſeine Schmerzen.
„Madame,“ ſagte er,„was Ihr mir da anbietet, iſt unmöglich, und ich nehme einen ſolchen Handel nicht an.“
„Wie!“ rief Madame,„Ihr ſchlagt meine Freund⸗ ſchaft aus?“
„Nein, nein, keine Freundſchaft, Madame, ich will eher vor Liebe ſterben, als aus Freundſchaft leben.“
„Herr Graf.“
„Oh! Madame,“ rief Guiche,„ich habe jenen äußerſten Augenblick erreicht, wo es keine andere Rück⸗ ſicht, keine andere Ehrerbietuug mehr gibt, als die Rückſicht und die Ehrerbietung eines redlichen Mannes gegen eine angebetete Frau. Jagt mich fort, verflucht mich, zeigt mich an, Ihr werdet gerecht ſein; ich habe mich über Euch beklagt, doch ich habe mich nur ſo bitter beklagt, weil ich Euch liebe; ich ſagte Euch, ich würde ſterben, ich werde ſterben; lebe ich, ſo werdet Ihr mich vergeſſen; den Todten werdet Ihr nicht ver⸗ geſſen, deſſen bin ich ſicher.“
Und ſie, welche ganz träumeriſch und eben ſo be⸗ wegt, als der junge Mann, daſtand, wandte einen Mo⸗


