Teil eines Werkes 
19.-24. Bändchen (1849)
Entstehung
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ſchwebend, und ſiel, als Raoul weggegangen war, ohne Zorn, aber nicht ohne Erſchütterung in die von Guiche.

Ihre Hand, ihre königliche Hand blieb in der Luft

Sie waren allein mitten in dem finſteren, ſchweig⸗

ſamen Wald, und man hörte nur noch die Tritte von Raoul, der ſich haſtig auf dem beſchatteten Fußpfade entfernte.

Ueber ihren Häuptern breitete ſich das dichte duf⸗

deſſen Riſſe man da und dort einen Stern glänzen ſah.

Madame zog Guiche ſanft hundert Schritte von dem indiscreten Baum fort, der an dieſem Abend ſo viele Dinge gehört und hatte hören laſſen, und führte ihn zu einer nahen Lichtung, die auf eine gewiſſe Ent⸗ fernung umher zu ſehen erlaubte.

Ich führe Euch hieher, ſprach ſie tief erbebend, weil man dort, wo wir waren, jedes Wort hört.

Man hörte jedes Wort, ſagt Ihr, Madame? er⸗ 6

wiederte maſchinenmäßig der junge Mann. Ja. Was meint Ihr damit?

Ich meine damit, daß ich alle Eure Worte ge⸗

hört habe. Oh! mein Gott! mein Gott! das fehlte mir nur noch, ſtammelte Guiche. Und er neigte das Haupt, wie es der ermüdete Schwimmer unter der Welle thut, die ihn verſchlingt. Ihr beurtheilt mich alſo ſo, wie Ihr geſagt habt, ſprach ſie. Guiche erbleichte, wandte den Kopf ab und ant⸗ wortete nicht; er fühlte ſich einer Ohnmacht nahe.

Das iſt ſehr gut, fuhr die Prinzeſſin mit einem

Stimmton voll Milde fort,ich liebe mehr dieſe Offen⸗ herzigkeit, die mich verletzen muß, als eine Schmeichelei⸗ die mich hintergehen würde. Es ſei! Eurer Anſicht

nach, Herr von Guiche, bin ich alſo coquette und ver⸗

ächtlich?

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4 tende Gewölbe vom Blätterwerk des Waldes aus, durch*