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bleich, in Verwirrung vor den zwei jungen Leuten. Mit einer Hand ſchob ſie die Zweige, die ihr das Ge⸗ ſicht gepeitſcht hätten, auseinander, mit der andern ſchlug ſie die Kapuze des kleinen Mantels, der ihre Schultern bedeckte, zurück.
An dieſem feuchten und zugleich flammenden Auge, an dieſem königlichen Gang, an der Höhe ihrer ſouve⸗ rainen Geberde, und mehr noch als an dem Allem, am Schlagen ſeines Herzens erkannte Guiche Madame; er ſtieß einen Schrei aus und zog ſeine Hände von ſeinen Schläfen vor ſeine Augen.
Zitternd, aus der Faſſung gebracht, drehte Raoul ſeinen Hut hin und her, und ſtammelte einige unbe⸗ ſtimmte Formeln von CEhrerbietung.
„Herr von Bragelonne,“ ſprach die Prinzeſſin, „ich bitte, habt die Gute, nachzuſehen, ob meine Frauen nicht irgendwo dort in den Alleen ſind; und Ihr, Herr Graf, bleibt; ich bin müde, Ihr werdet mir Euren Arm geben.“
Wäre der Blitz zu den Füßen des unglücklichen Mannes niedergefallen, es hätte ihn weniger erſchreckt, als dieſes kalte und ſtrenge Wort.
Nichtsdeſtoweniger, da er, wie geſagt, muthig war, da er im Grunde ſeines Herzens alle ſeine Ent⸗ ſchlüſſe gefaßt hatte, erhob ſich Guiche, und richtete an
ragelonne, als er ſein Zoͤgern ſah, einen Blick voll Reſtgnation und innigen Dankes.
Statt Madame ſogleich zu antworten, machte er
ſogar einen Schritt gegen den Vicomte, reichte ihm die and, welche die Prinzeſſin von ihm verlangt hatte,
und drückte die redliche Hand ſeines Freundes mit
einem Seufzer, in welchem er der Freundſchaft Alles
zu geben ſchien, was an Leben in der Tiefe ſeines
Herzens übrig war.
Madame wartete, ſie, die Stolze, welche nicht zu
warten wußte, Madame wartete, bis dieſes ſtumme Ge⸗ ſpräch beendigt war..
Die drei Musketierg, Bragelonne VI. 2


