beinahe erſtickt durch die Aufregung, ſeinen Kopf gegen die Eiche zurückwarf, fragte er:
„Einen Sieg? Und welchen?“
„Welchen?“
„Ja.“ 1
„Eines Tages werde ich auf ſie zutreten und zu ihr ſprechen:„„Ich war jung, ich liebte bis zum Wahnſinn, hatte aber Achtung genug, um Euch zu Füßen zu fallen und für die Sirene im Staub zu bleiben, hätten mich Eure Blicke nicht bis zu Eurer Hand erhoben. Ich glaubte Eure Blicke zu begreifen, ſtand auf, und dann habt Ihr mich, ohne daß ich Euch etwas Anderes ge⸗ than, als daß ich Euch, wenn es möglich, noch mehr liebte, mit heiterem Herzen durch eine Laune niederge⸗ ſchmettert, Weib ohne Gemüth, Weib ohne Treue, Weib ohne Liebe. Obgleich Prinzeſſin von königlichem Ge⸗ blüt, ſeid Ihr doch nicht würdig der Liebe eines red⸗ lichen Mannes; und ich verhänge die Todesſtrafe über mich dafür, daß ich Euch zu ſehr geliebt, und ſterbe, Euch haſſend.““
„Oh l“ rief Raoul erſchrocken über den Ausdruck tiefer Wahrheit, der die Worte des jungen Mannes durchdrang,„oh! ich ſagte Dir wohl, Guiche, Du ſeiſt wahnſinnig.“
„Ja, ja,“ rief Guiche, ſeine Gedanken verfolgend, „da wir keine Kriege mehr hier haben, ſo werde ich dorthin ziehen, nach dem Norden, ich werde Dienſte beim Reich nehmen, und irgend ein Ungar, ein Kroate, ein Türke wird mir die Wohlthat einer Kugel ange⸗ deihen laſſen.“
Guiche vollendete nicht, oder vielmehr, als er eben endigte, machte ihn ein Geräuſch beben, das Raoul ſo⸗ gleich auf die Beine brachte.
Guiche aber blieb, ganz von ſeinen Worten und Gedanken in Anſpruch genommen, den Kopf zwiſchen ſeine Hände zuſammengedrückt, ſitzen.
Das Gebüſch öffnete ſich, und eine Frau erſchien,


