Sucht Montalais auf und erwartet mich mit ihr am Saume des Gehölzes.“
Dann, als Athenais zögerte, ſagte Madame mit einem Tone, der keine Einwendung zuließ:
„Geht! geht!“ 3
Sie nahm daher ihre rauſchenden Röcke zuſammen und kehrte auf einem Fußpfad, der das Gehöoͤlz durch⸗ ſchnitt, nach dem Luſtgarten zurück. 3
Madame aber kauerte ſich in das Gebüſch und lehnte ſich an einen rieſigen Kaſtanienbaum an, von dem einer ſeiner Stämme in der Höhe eines Sitzes ab⸗ gehauen worden war.
Voll Furcht und Bangigkeit ſprach ſie zu ſich ſelbſt:
„Nun dann, da man hier hoͤrt, ſo wollen wir er⸗ lauſchen, was zu Herrn von Bragelonne der andere verliebte Mann ſagt, den man Herrn von Guiche nennt.“
II.
Worin Madame den Beweis erlangt, daß man, menn man horcht, hören kann, was geſprochen wird.
Es herrſchte einen Augenblick tiefe Stille, als ſchwiegen alle die geheimnißvollen Geräuſche, um zu⸗ gleich mit Madame auf dieſes jugendliche Liebesgeſtänd⸗: niß zu horchen.
Es war an Raoul, zu ſprechen.— 4
Er ſtützte ſich träge auf den Stummel der großen Eiche und antwortete mit ſeiner ſanften, harmoniſchen Stimme:.
„Ach! mein lieber Guiche, das iſt ein großes Unglück.“.
„Ohl ja,“ rief dieſer,„ein ſehr großes.“


