Teil eines Werkes 
19.-24. Bändchen (1849)
Entstehung
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wird für eine ſeines Ranges unwürdige Neugierde be⸗ ſtraft ſein. Man lache ein wenig bei dieſer Gelegenheit über den König, und ich glaube nicht, daß er ſich dar⸗ über beklagt.

Ahl Madame, Ihr ſeid in der That ein Engel der Güte und des Geiſtes.

s iſt mein Intereſſe.

Wie ſo?

Ihr fragt, wie es mein Intereſſe ſein koͤnne, mei⸗ nen Ehrenfräulein Spöttereien, Unannehmlichkeiten, Ver⸗ leumdungen vielleicht zu erſparen! Ach! Ihr wißt es, mein Kind, der Hof hat keine Nachſicht für ſolche kleine Sünden. Aber nun gehen wir ſchon lange... ſind wir denn nicht bald an Ort und Stelle?

Noch fünfzig bis ſechzig Schritte. Wenden wir

uns links, Madame, wenn es Euch beliebt?

Ihr ſeid alſo der Montalais ſicher? fragte Madame.

h! ja.

Sie wird Alles thun, was Ihr wollt.

Alles! Sie wird entzückt ſein.

Was La Vallidre betrifft... ſagte die Prinzeſſin.

Ohl bei ihr wird es ſchwieriger ſein, Madame, es widerſtrebt ihr zu lügen.

Wenn ſie aber ihr Intereſſe dabei findet?

Ich befürchte, daß dies durchaus nichts in ihren Ideen ändert.

Ja, ja! ſprach Madame,man hat mich ſchon hievon in Kenntniß geſetzt; es iſt eine ſehr fromme Perſon, einer von den Zieraffen, die Gott voran⸗ ſtellen, um ſich hinter ihm zu verbergen. Doch da ſie nicht lügen will, ſo wird, inſofern ſie ſich dem Geſpötte des ganzen Hofes ausſetzt, inſofern ſie den Koͤnig durch ein eben ſo lächerliches als unanſtändiges Geſtändniß herausgefordert hat, ſo wird Fräulein Lebaume Leblane de la Vallisre es gut ſinden, daß ich ſie in ihre Heimath zurückſchicke, damit ſie dort in Touraine oder im Blai⸗