Teil eines Werkes 
19.-24. Bändchen (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

AN

Ja, Madame. 3

Denn verhehlt es Euch nicht, Athenais, Saint⸗ Aignan zieht Vortheil aus ein paar ſehr ſchmeichelhaften Worten, die Ihr geſprochen haben ſollt.

Ei! Madame, rief Athenais,Ihr ſeht wohl, daß man hört, da Herr von Saint⸗Aignan gehört hat."

Madame hatte etwas Unüberlegtes geſagt, ſie biß ſich auf die Lippen.

Ohl Ihr wißt wohl, wie Saint⸗Aignan iſt! ſprach ſie,die Gunſt des Königs macht ihn verrückt und er ſchwatzt ungereimtes Zeug; oft erfindet er ſogar. Hie⸗ von iſt indeſſen nicht die Rede. Hat der König gehört oder nicht gehört? das iſt die Frage. 3 Nun ja, Madame, er hat gehört! rief Athenais in Verzweiflung.

Dann thut, was ich ſagte, behauptet dreiſt, Ihr habet alle Drei, wohlverſtanden alle Drei, denn zweifelt man bei der Einen, ſo wird man auch bei der Andern zweifeln, behauptet, ſage ich: Ihr habet die Gegenwart des Königs und des Herrn von Saint⸗Aignan gewußt und habet Euch auf Koſten der Horcher beluſtigen wollen.

Ohl Madame, auf Koſten des Königs; nie wer⸗ den wir es wagen, dies zu ſagen.

Scherz, reiner Scherz, unſchuldiger Spott, wohl erlaubt für Frauen, welche Männer überraſchen wollen. Auf dieſe Art erklärt ſich Alles. Was Montalais von Malicorne geſagt hat, Scherz; was Ihr von Herrn

von Saint⸗Aignan geſagt habt, Scherz; was la Vallisre

ſagen mochte.

Und was ſie gern wieder zurückhaben möchte..

Seid Ihr deſſen ſicher? 3

Ohl dafür ſtehe ich.

Nun wohl, ein Grund mehr, Alles Scherz. Herr von Malicorne wird ſich nicht zu ärgern haben. Herr von Saint⸗Aignan wird verblüfft ſein oder über ſich lachen, ſtatt über Euch zu lachen. Der Koͤnig endlich