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„Einer kommt von England, der andere von Ca⸗ lais, der letztere kommt mit Eſtafette und ſcheint ſehr wichtig zu ſein.“
„Von Calais! CEi! wer Teufels ſchreibt mir von Calais?“
„Ich glaubte die Handſchrift Eures Freundes, des Herrn Grafen von Wardes zu erkennen.“— „Ohl dann gehe ich hinauf,“ rief der Chevalier,
der ſogleich ſein Spähereivorhaben vergaß.
Und er ging in der That hinauf, während die zwei unbekannten Damen am Ende des Hofes, dem entgegen⸗ geſetzt, durch welchen ſie eingetreten waren, verſchwanden.
Dieſen wollen wir folgen, während wir den Che⸗
walier ganz ſeiner Correſpondenz überlaſſen.
Als ſie zur Allee kamen, hielt die erſte ein wenig athemlos an, ſchlug vorſichtig ihren Schleier zurück und fragte:
„Sind wir noch weit von dem Baum entfernt?“
„Ohl ja, Madame, wenigſtens noch fünfhundert Schritte; doch Madame bleibe ein wenig ſtille ſtehen, ſie könnte nicht lange ſo haſtig gehen.“
„Ihr habt Recht,“ ſprach die Prinzeſſin, denn ſie war es.
Und ſie lehnte ſich an einen Banm an. Nachdem ſie einen Augenblick Athem geholt hatte, fuhr ſie fort:
„Sprecht, mein Fräulein, verbergt mir nichts, ſagt mir die volle Wahrheit.“
„Oh! Madame, nun ſeid Ihr ſchon ſtreng,“ erwie⸗ das Mädchen mit bewegter Stimme.
„Nein, meine liebe Athenais, beruhigt Euch, denn ich bin Euch durchaus nicht böſe. Das ſind im Ganzen nicht meine Angelegenheiten. Ihr ſeid unruhig über das, was Ihr unter dieſer Eiche geſagt haben mochtet; Ihr befürchtet, den König verletzt zu haben, und ich will Euch beruhigen, indem ich mich durch mich ſelbſt verſichere, ob Ihr gehört werden konntet.“
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