Teil eines Werkes 
19.-24. Bändchen (1849)
Entstehung
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Ihr Anblick brachte auf den Chevalier von Lor⸗ raine, wie immer, die Wirkung eines inſtinetartigen Widerwillens hervor.

Er machte nichtsdeſtoweniger eine tiefe Verbeugung vor ihnen, die ihm mit Zinſen erwiedert wurde.

Dann, als er ſah, daß der Park ſich entvölkerte, daß die Beleuchtung allmälig erloſch, daß der Morgen⸗ wind zu wehen anfing, drehte er ſich links und kehrte durch den kleinen Hof in das Schloß zurück.

Sie zielten rechts und ſetzten ihren Gang nach dem großen Park fort.

In dem Augenblick, wo der Chevalier die kleine Treppe hinaufſtieg, die zu dem Geheimeingang führte, ſah er eine Frau, gefolgt von einer andern Frau, unter der Arcade erſcheinen, welche den Durchgang vom klei⸗ nen in den großen Hof gewährte.

Dieſe zwei Frauen beſchleunigten ihren Marſch, den das Rauſchen ihrer ſeidenen Kleider in der ſchon finſteren Nacht verrieth.

Die Form der Mantille, die zierliche Taille, der geheimnißvolle und zugleich ſtolze Gang, was Alles die zwei Frauen und beſonders diejenige, welche voranſchritt, auszeichnete, fielen dem Chevalier auf.

Das ſind zwei Frauen, die ich ſicherlich kenne,* ſagte er zu ſich ſelbſt, indem er auf der letzten Stufe der kleinen Irrtreppe ſtehen blieb.

Dann, als er ſich mit ſeinem Spürhundsinſtinet an⸗ ſchickte, ihnen zu folgen, hielt ihn einer von ſeinen Lackeien, der ihm ſeit einigen Augenblicken nachlief, zu⸗ rück und ſagte:

Gnädiger Herr, der Courier iſt angekommen.

Gut, Gut, erwiederte der Chevalier,wir haben Zeit, morgen.

Es ſind preſſante Briefe, die der Herr Chevalier vielleicht gern leſen wird. 3

Ah! machte der Chevalier,und woher kom⸗ men ſie? 5