Teil eines Werkes 
19.-24. Bändchen (1849)
Entstehung
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3 des lieben Grafen von Guiche verlangt haben? fuhr der Chevalier forrt.

Meiner Treue, nein! Guiche iſt ein Junge von Geiſt und Muth, aber er iſt leichtfertig gegen Madame geweſen, und ich will ihm weder wohl noch übel..

Der Chevalier war im Begriff, Gift über Guiche zu ergießen, wie er über den König zu ergießen ver⸗ ſucht hatte, aber er glaubte zu bemerken, daß das Wet⸗ ter auf Nachſicht oder ſogar auf Gleichgültigkeit ſtand, und daß er, um die Frage zu erhellen, dem Gatten die Lampe gerade unter die Naſe zu halten genöthigt ſei.

Mit dieſem Spiel brennt man zuweilen die An⸗ dern, ſehr häufig brennt man aber auch ſich ſelbſt.

Es iſt gut, es iſt gut, ſagte er in ſeinem Zim⸗ mer,ich werde auf Wardes warten; er wird in einem Tag mehr thun, als ich in einem Monat, denn ich glaube, Gott verzeihe mir! oder vielmehr, Gott ver⸗ zeihe ihm! er iſt noch eiferſüchtiger als ich.

Und dann iſt es nicht Wardes, was ich nothwen⸗ dig haben muß, ſondern ein Ereigniß, und in dem Allem ſehe ich keines.

Daß Guiche zurückgekommen iſt, während man ihn weggejagt hat, iſt allerdings ſehr ernſt; doch jeder Ernſt verſchwindet, wenn man bedenkt, daß Guiche in dem Augenblick zurückkam, wo Madame ſich nichts mehr um ihn bekümmerte.

Madame bekümmerte ſich in der That um den König, das iſt klar.

Aber abgeſehen davon, daß meine Zähne nicht in den König zu beißen vermöchten, und dieß zu thun auch nicht nöhig haben, wird ſich Madame nicht länger mit dem König beſchäftigen können, wenn ſich der König, wie man ſagt, nicht mehr um Madame be⸗ kümmert.

Aus Allem dem geht hervor, daß wir ruhig blei⸗