ſich von einer Zeit datiren, wo Ihr noch nicht geboren waret, zu leiſten das Glück hatte, zum König, der mir auf meine Bitte ein Blankett für Herrn Baiſemeaur von Montlezun, den Gouverneur den Baſtille, geſchickt hat, und dem König werde ich ſagen: „„Sire, ein Menſch hat feiger Weiſe Herrn von Bragelonne in der Perſon ſeiner Mutter beleidigt. Ich habe den Namen vieſes Menſchen in den Geheimbrief geſchrieben, den Ihr mir zu geben die Gnade hattet, ſo daß Herr von Wardes auf drei Jahre in der Baſtille
iſt.„„
Hiebei zog d'Artagnan aus ſeiner Taſche den vom König unterzeichneten Brief und reichte ihn Wardes.
Dann, als er ſah, daß der junge Mann nicht überzeugt war und ſeine Rede für eine leere Drohung hielt, zuckte er die Achſeln und wandte ſich kalt nach dem Tiſch, worauf ein Schreibzeug mit einer Feder, deren Länge den Topographen Porthos erſchreckt hätte.
Da erkannte Wardes die Drohung als äußerſt ernſt. Die Baſtille war zu jener Zeit etwas Furchtbares.
Er machte einen Schritt gegen Raoul und ſagte mit beinahe unverſtändlicher Stimme:
„Mein Herr, ich drücke gegen Euch die Entſchul⸗ digung aus, die mir ſo eben Herr d'Artagnan dictirt hat, und die ich auszudrücken gezwungen bin.“
„Geduld, Geduld, mein Herr,“ erwiederte der Mus⸗ ketier mit der größten Ruhe,„Ihr täuſcht Euch in den Worten. Ich habe nicht geſagt: Und die ich auszu⸗ drücken gezwungen bin; ich habe geſagt: Und die mein Gewiſſen gegen Euch Si dfü an mich bewegt. Glaubt mir, dieſes Work iſt viel mehr werth, als das andere; es wird um ſo mehr werth ſein, als es der wahre Ausſpruch Eurer Gefühle iſt.“
„Ich unterzeichne alſo,“ ſagte Wardes.„Doch in der That, meine Herren, Ihr müßt geſtehen, ein Degen⸗ ſtich durch den Leib, wie man ſie ſich früher gab, war beſſer als eine ſolche Tyrannei.“


