minder den Untergang einer Frau verurſacht. Nieder⸗ gebeugt durch ihre Schmach, floh diejenige, von welcher Ihr ſprecht, verließ Frankreich, und man hat nie mehr erfahren, was aus ihr geworden iſt.“
„Oh!“ entgegnete der Graf de la Fdre, indem er die Arme gegen Herr von Wardes mit einem finſteren Lächeln ausſtreckte,„doch, mein Herr, man hat ſie ge⸗ ſehen, und es gibt ſogar hier Perſonen, die fie, da ſie von ihr ſprechen hörten, an dem Portrait, das ich von ihr geben will, zu erkennen vermögen.
„Es war eine Frau von fünfundzwanzig Jahren, mager, bleich und blond; ſie hatte ſich in England verheirathet.“ 4
„Verheirathet!“ rief Wardes.
„Ah! Ihr wißt nicht, daß ſie verheirathet war? Ihr ſeht, wir ſind beſſer unterrichtet, als Ihr, Herr von Wardes. Iſt es Euch bekannt, daß man ſie ge⸗ wöhnlich Mylady nannte, ohne irgend einen Namen dieſer Standesbezeichnung beizufügen?“
„Ja, mein Herr, ich weiß das.“
„Mein Gott!“ murmelte Buckingham:.
„Nun wohll dieſe Frau, welche von England kam, kehrte nach England zurück, nachdem ſie dreimal den
Tod von Herrn d'Artagnan conſpirirt hatte. Das war
Gerechtigkeit, nicht wahr? Es mag ſein: Herr d'Ar⸗ tagnan hatte ſie beleidigt. Aber nicht mehr Gerechtigkeit war es, daß dieſe Frau in England durch ihre Ver⸗ führungskünſte einen jungen Mann eroberte, der im Dienſte von Lord Winter ſtand und Felton hieß. Ihr erbleicht, Mylord von Buckingham; Eure Augen ent⸗
zünden ſich zugleich vor Zorn und Schmerz. So vollendet
die Erzählung, Mylord, und ſagt Herrn von Wardes, wer die Frau war, die dem Mörder Eures Vaters das Meſſer in die Hand gab.“
Eiin Schrei drang aus Aller Mund hervor. Der junge Herzog fuhr mit einem Sacktuch über ſeine von Schweiß uͤbergoſſene Stirne,. 8
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